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Pier Paolo Pasulinis SALÒ war seit seiner Entstehung immer wieder Gegenstand von Zensurbestrbungen. Kaum ein Film wurde so oft verfolgt, verstümmelt, angeklagt und verboten. Nun liegt das Meisterwerk des italienischen Ausnahmeregisseurs endlich auch hierzulande in der ungekürzten Fassung vor.
Kurz vor dem Ende der Mussolini-Herrschaft inszeniert eine Gruppe faschistischer und sadistischer Großbürger ein grausames Ritual:
Sie nehmen junge Männer und Frauen gefangen und missbrauchen sie als Lust- und Folterobjekte. Die bizarren Perversionen und Demütigungen enden in einer todbringenden Orgie.
Nach einer frei adapierten Romanvorlage des Marquis de Sade entwirft Pasolini in seinem letzten Film ein schockierendes Szenario von sexueller Perversion und Gewalt. Ohne inzenatorische Gefälligkeiten kritisiert er menschliche Machtbesessenheit und Zerstörungslust. Die ernüchternde Atmosphäre und und die drastisch unverholene Erzählweise machen aus dem einstigen Skandalfilm auch heute noch einen schmerzhaften Tabubrecher; einen Film, der aufschreit, anklagt und die Augen öffnet ...
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