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In den CATERBURY TALES hielt der englische Dichter Geoffrey Chaucer die mittelalterliche Welt in ihrer bunten Fülle fest. Pier Paolo Pasolini wählt acht dieser derb-komischen Episoden als Grundlage für den zweiten Teil seiner "Trilogie des Lebens" , die sich den erotischen Stoffen der klassischen Weltliteratur annimmt.
Mit seinem Kaleidoskop fröhlicher Frivolitäten sorgte Pasolini für Wirbel. Das Gericht von Neapelbeschlagnahmte kurz nach der Veröffentlichung im Oktober 1972 das Werk und der Regisseur wurde wegen Verleumdung des Kapuzinerordens und der italienischen Staatsreligion angeklagt. Der Prozeß endete im Februar 1973 mit einem Freispruch. Auf den Filfestspielen in Berlin erhielt das derb-sinnliche Erotik-Epos den Goldenen Bären. Pasolini selbst ist in einer Nebenrolle als sich selbst nicht ernst nehmender Autor Chaucer zu sehen.
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